 | 1898 Gründung einer Schlosserei durch Julius Otto Keltsch in Sachsenfeld bei Schwarzenberg zur Produktion von Schnitt- und Stanzwerkzeugen für Emaillierwerke und Blechbearbeitungsbetriebe im Ergebirge |
 | 1899 Übernahme des Betriebes durch Max Wutzler und Wenzel Zenker |
 | 1906 / 07 Änderung der Gesellschaftsform in eine GmbH mit einem Stammkapital von 50.000 Mark und Umbenennung in "Erzgebirgische Schnittwerkzeug- und Maschinenfabrik GmbH Schwarzenberg" (ESEM), Umzug an den noch heute bestehenden Standort nach Schwarzenberg |
 | 1922 / 23 erstmalige Teilnahme an der Leipziger Messe und Präsentation der ersten Werkzeuge für die Fahrzeugindustrie, Beginn der allmählichen Umstellung der Produktion auf Großwerkzeuge |
 | 1926 Beginn der Serienfertigung von PKW-Karosserien in Deutschland durch die Berliner AMBI-Maschinenbau AG gemeinsam mit der amerikanischen Budd Manufacturing Corporation in Berlin, Kunden der „Ambi-Budd“ werden u.a. die Firmen Adler, NSU, Ford, BMW und Hanomag, die ESEM wird durch die Zusammenarbeit mit „Ambi-Budd“ ein wichtiger Lieferant von Großwerkzeugen für die Automobilindustrie |
 | 1929 Fast alle namhaften deutschen und europäischen Automobilhersteller wie Opel, Audi, Wanderer, Mercedes-Benz, Steyer, Horch, DKW, MAN, Citroen, Renault, Peugeot und Ford sind Kunden der Firma, die ESEM hat sich zum renommiertesten deutschen Werkzeugbauer der damaligen Zeit entwickelt |
 | 1934 Die ESEM erhält den Auftrag zur Konstruktion und Herstellung der Umformwerkzeuge für den „Volkswagen“ (KdF- Wagen) von Dr. Ferdinand Porsche; Dach, Heckfenster und Windlauf werden erstmals im deutschen Automobilbau aus einem Stück gezogen, das Werkzeug wird in zeitgenössischen Publikationen als das bis dahin größte Werkzeug bezeichnet, das je für die Automobilindustrie gefertigt wurde |
 | 1940 - 1944 Die ESEM produziert überwiegend Rüstungsgüter wie z.B. Torpedohülsen, an Großwerkzeugen für den Automobilbau werden in den Kriegsjahren nur noch die Seitenteilwerkzeuge für den so genannten Schwimmwagen hergestellt; Anstieg der Belegschaft der ESEM auf über 1000 Arbeitskräfte |
 | 1945 Starker Produktionsrückgang in den letzten Kriegswochen und schließlich völliger Zusammenbruch durch fehlende Elektrizität, die Amtshauptmannschaft Schwarzenberg ist für mehrere Monate das einzige unbesetzte Territorium in Deutschland („Freie Republik Schwarzenberg“); Enteignung von ESEM-Besitzer Friedrich Volk, Unterstellung der ESEM unter die Zuständigkeit der Sowjetischen Militäradministration, Demontage fast der gesamten Ausrüstung der ESEM und Abtransport als Reparationsleistung, Einrichtung eines sowjetischen Konstruktions- und Versuchsbüros |
 | 1948 Ende der Kontrolle der Sowjetischen Militäradministration, Verstaatlichung der ESEM, Umbenennung in „VEB WMW ESEM - Erzgebirgische Schnittwerkzeug- und Maschinenfabrik Schwarzenberg/Erzgebirge“, 197 Beschäftigte |
 | 1950 - 1956 Die ESEM baut wieder Werkzeuge für die Automobilindustrie (EMW 340, F9, Warburg 311, Sachsenring 240) |
 | 1952 Erneute Umbenennung in "VEB Formenbau Schwarzenberg" |
 | 1956 - 1958 Aufträge für den VW-Käfer, erstmalige Verwendung von Mechanisierungselementen an den ESEM-Werkzeugen, Werkzeuge für das Blechskelett und die Kunststoffaußenhaut des ersten Trabant (P50), erste Exportaufträge in den damaligen Ostblock, dieses Geschäft prägt die Produktion der nächsten Jahre (u.a. CSSR: Tatra 603, Skoda MB1000/S100/S105/S110/S120, Polen: FSO, UdSSR: Moskwitsch) |
 | 1965 Einführung von Styropor zum Entwerfen von Produktionsmustern |
 | 1970 Zuordnung des Formenbaus zum neuen „Kombinat Umformtechnik Erfurt“, das Unternehmen ist der bedeutendste Hersteller von Großwerkzeugen im damaligen Ostblock |
 | 1980 Weitere Kapazitätserweiterung im Großwerkzeugbau durch Inbetriebnahme einer zusätzlichen Fertigungsstätte in Markersbach bei Schwarzenberg, über 1000 Mitarbeiter im VEB Formenbau |
 | 1990 Nach dem Fall der Berliner Mauer: Umwandlung des VEB Formenbau in eine Kapitalgesellschaft und Umbenennung in „Formenbau GmbH Schwarzenberg/Erzgebirge“ |
 | 1993 Vollständige Übernahme der Gesellschaftsanteile durch die damalige „KUKA Schweißanlagen + Roboter GmbH“ Augsburg, Umbenennung in „KUKA Werkzeugbau Schwarzenberg GmbH“ (KWS), erster Großauftrag von Mercedes Benz |
 | 1994 Beginn des Investitionsprogramms, erster Spatenstich für den Neubau von Produktionshallen für Werkzeugbau und Erprobungspressen, erster Auftrag für eine einteilige PKW-Seitenwand (VW Passat) |
 | 1996 Lieferantenauszeichnung „Value to the Customer Award“ für 1995 durch den VW-Konzern, feierliche Einweihung der neuen Fabrik unter Teilnahme des sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, KWS hat sich durch zahlreiche Aufträge u.a. von BMW, Opel, VW, Audi endgültig wieder in der Spitze des europäischen Großwerkzeugbaus etabliert |
 | 1997 Zweiter Supplier Award "Kunden Award" für das Jahr 1996 von der VW Gruppe;die Einrichtung der ersten KWS Tochtergesellschaft in Ostrov, Tschechische Republik |
 | 1998 100-jähriges Firmenjubiläum mit Festveranstaltung unter Teilnahme des sächsischen Wirtschaftsministers Dr. Hajo Schommer, der Umsatz übersteigt erstmals die Grenze von 100 Mio. DM |
 | 1999 Erweiterungsbau und Einweihung des neuen Hallentraktes, Gründung der KWS-Tochter in Dubnica / Slowakische Republik mit den Bereichen Konstruktion, Zerspanung, Werkzeugmontage, Qualitätssicherung, Tryout, Einarbeitung auf Homelinepressen |
 | 2007 Im Zuge der Neuausrichtung der KUKA AG wird die KUKA Werkzeugbau Schwarzenberg GmbH auf die KUKA Systems GmbH, Augsburg verschmolzen und firmiert seit dem unter dem Namen KUKA Systems GmbH, Geschäftsbereich Werkzeugbau (KSW) |
 | 2008 Einweihung einer neuen Fertigungshalle bei KUKA ENCO in Dubnica / Slowakische Republik |